Europäische Kontakte sind uns wichtig

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Nr.034  | 05.12.2017  | FSA  | Fachschule für Agrarwirtschaft des Landes MV "Johann Heinrich von Thünen" Güstrow-Bockhorst

Bildungsreise vom 23.10. - 27.10.2017 nach Ungarn - ein persönlicher Bericht:
Die Teilnahme an der Reise nach Ungarn war für Bildungspersonal und Ausbilder aus dem Bereich Agrarwirtschaft gedacht und über das Erasmusprogramm „FIT FÜR EUROPA“ möglich. Das Angebot zur Teilnahme und Betreuung wurde durch das BilSE- Institut Güstrow durchgeführt. Durch unsere Fachschule für Agrarwirtschaft „Johann Heinrich von Thünen“ wurde meine Teilnahme an der Bildungsreise befürwortet. Dafür ein großes Dankeschön. Somit hatte ich die Möglichkeit mit 4 Kollegen aus der Beruflichen Schule in Zierow und einem Ausbilder die Ungarnreise anzutreten. Unsere Gruppe war in Budapest untergebracht. Von dort aus haben wir mehrere Berufsschulen der Agrar- und Ernährungswirtschaft, eine Schulfarm sowie mehrere Praktikumsbetriebe in unterschiedlichen Fachrichtungen kennengelernt. Dabei waren z.B. ein Landwirtschaftsbetrieb mit Käseherstellung, eine Rinderfarm mit Gastronomie, 2 Pferdefarmen, ein großes Gartencenter und der botanische Garten in Budapest. Während des Aufenthaltes begleitete uns auch Frau Judit Covic aus einer der beruflichen Schulen in Budapest. Wir haben die Bildung und Ausbildung der Jugendlichen in Ungarn kennengelernt und dabei erfahren, dass die Bildung und Betreuung von Krippe bis zum Ende der Ausbildung (bis zum 22. Lebensjahr) kostenfrei ist. Die Schulpflicht endet mit dem 16. Lebensjahr und die Schüler verlassen in der Regel mit 15 Jahren die allgemeine Schulbildung. Die Jugendlichen gehen dann an die berufsbildenden Schulen, wo Sie auch das Abitur erwerben können und erste praktische Ausbildung in entsprechenden Berufen erhalten. Die berufsbildende Ausbildung wird über die Berufsschulen organisiert. Die praktischen Fertigkeiten erlernen die Schüler/ Auszubildende direkt in der Schule oder über die Schulfarm. Sobald grundlegende Fertigkeiten erlernt sind, gehen die Auszubildenden in landwirtschaftliche Betriebe in Praktika. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass ein Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen geschlossen werden kann. Die Schüler/ Auszubildende werden in der praktischen Ausbildung in den Einrichtungen durch Praxislehrer/ Ausbilder gut angeleitet und betreut. Betrieblicher Arbeitsstress wird noch von Ihnen fern gehalten. Die realen Bedingungen in Betrieben lernen die Schüler erst in Betriebspraktika kennen. Sie haben dann die Grundlagen und erste Fähigkeiten erworben, bevor sie in die Betriebe gehen. Die Schule für die lebensmittelverarbeitenden Berufe haben kleine eigene Produktionslinien, z.B. Fleischerei, Brauerei, Milchverarbeitung sowie Marmeladen- und Saftherstellung zum Erlernen der praktischen Tätigkeiten. Die Ausstattung der Schulen und Internate entsprechen nicht unbedingt dem deutschen Standard.
Die Stadt Budapest hat viele Sehenswürdigkeiten. Stadtrundgänge und Stadtrundfahrt waren am Abend möglich. In Randgebieten ist noch viel Sanierungsbedarf. Ich empfehle die Teilnahme an Auslandsprojekten. Es erweitert den Blick, die Verständigung und das Verständnis für einander.

30.11.2017
Marion Erdmann
Ausbildungsberaterin